Das Jahrhundert der Globetrotter

„Das Jahrhundert der Globetrotter beginnt erst“, so argumentiert das Zukunftsinstitut, wenn offensichtlich wird, dass die globalen Ankünfte sich bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2010 um fast ein Drittel erhöhen werden. Ebenso steigen die Passagierzahlen im Flugverkehr. Je mehr wir also unterwegs sind, desto mehr Medienzeit entfällt auch auf die Zeit unterwegs und desto mehr wird nach Netzwerken gesucht, in die wir uns einklinken können. Die Konsequenz sind Mobile Media und Vernetzung.

Diese Mobilität und die implizierten Ortswechsel kommen der Nutzung von Geoinformationen zugute. Da es sich bei Geoinformationen um Informationen über Ort und Erde handelt, ist es in Zukunft unumstößlich, dass die Nutzung in der Touristik steigen wird.


 

Immer Mobil“

Projekt "Immer Mobil"Eines ihrer laufenden Beispielprojekte im Sinne der Mobilität nennt sich „Immer Mobil“. Feldtests finden zwischen Oktober und Dezember 2011 statt. Das vom Fraunhofer Institut in Kollaboration mit verschiedenen Partnern ausgearbeitete Projekt soll speziell älteren Menschen im ländlichen Raum Rund um die Uhr per Internet, Festnetz oder mobilem Endgerät Verkehrsdienstleistungen anbieten. Dazu werden Angebote gewerblicher Verkehrsdienstleistungsanbieter (z.B. Bus und Bahn) und private Fahrangebote (z.B. Mitfahrzentrale) der Testregion gebündelt und bei Bedarf vermittelt. Die aktuelle Angebots- und Nachfragesituation wird mithilfe spezieller Telematik-, Informations- und Kommunikationstechnologien abgeglichen und vernetzt. Dabei können neben den klassischen ÖPNV-Angeboten auch soziale und private Fahrdienste wie Bürgerbus oder Sammeltaxi einbezogen werden. Indem es aktuell und ortsabhängig Anfragen und Angebote vergleicht, bietet es passende Fahrgelegenheiten an. GPS-fähige mobile Endgeräte sollen dann auch den aktuellen Standort des Nutzers ermitteln. So können Nutzer ihre individuelle Fahrdienstleistung schnell und unkompliziert quasi per Knopfdruck buchen.

Dies ist nicht nur für die Generation 50+ interessant, sondern bietet auch für Touristen unterschiedlichen Alters einen großen Mehrwert. Zum Beispiel vor Ort in der Destination. Ein mögliches Szenario wäre auch, diverse Dienste mit dem Einsatz von QR-Codes zu kombinieren.