Satellitengestützte Navigationssysteme

 

GPS

eigentlich NAVSTAR (Navigation System for Timing and Ranging) -GPS, ist für die Touristik das wichtigste satellitengesteuerte Navigationssystem und wird von allen GPS-Geräten, sowohl auf Outdoor-Touren, als auch in der Auto- und Fahrradnavigation, genutzt. GPS stellt mittlerweile für die USA einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, auch wenn das System in manchen Punkten noch mangelhaft ist (z.B. schlechter Empfang im städtischen Bereich).


GLONASS

wird zum heutigen Zeitpunkt noch hauptsächlich für militärischen Zwecke verwendet (ursprünglich aus militärstrategischen Gründen als Pendant zu GPS), soll aber vom Betreiber Russian Space Systems bis 2014 auch für die zivile Welt voll marktfähig gemacht werden. Ab diesem Zeitpunkt muss dann in Russland auch jedes Produkt das Satellitennavigation nutzt, GLONASS nutzen. Diese Tatsache wird von Experten allerdings kontrovers diskutiert.


Galileo

wird momentan im Testgebiet Berchtesgadener Land geprüft und kann als Optimierungsversuch ziviler Satellitennavigation durch die ESA und die EU angesehen werden. Nach anfänglicher Entwicklungsverzögerung, soll nun der Sprung aus der Abhängigkeit des amerikanischen NAVSTAR-GPS gewagt werden. Galileo soll bis zum Jahre 2014 für jedermann mit preisgünstigen Handgeräten zu empfangen sein und im Gegensatz zu GPS höchstpräzise Signale empfangen. Bisher war es schlichtweg nicht möglich, eine Echtzeitortung mit einer Genauigkeit im Meterbereich zu bekommen und diese Faktoren dann auch noch zu kombinieren. Durch diese hohe Präzision eignet sich Galileo speziell für sicherheitskritische Anwendungen, wie z.B. das Landen von Flugzeugen oder das Steuern von Autos und Zügen.

 

Satellitengestützte NavigationLangfristig angepeilt wird weltweit ein Chip, der fähig ist alle drei Systeme zu unterstützen. Global gesehen sollen alle drei Systeme als Gesamtsystem der Ortung betrachtet werden und nicht mehr getrennt voneinander. Momentan ist dies allerdings noch nicht massenmarktfähig, weil zu teuer.