Oftmals wissen Touristen nach der Rückkehr aus dem Urlaub nicht mehr, wo genau die Urlaubsfotos aufgenommen wurden. In diesem Fall ist der Vorgang, der sich „Geotagging (dt. Verortung)“ nennt die optimale Lösung. Dies erlaubt es dem User seine digitalen Fotos mit geographischen Koordinaten zu versehen und diese mit digitalen Maps wie Google Earth oder Google Maps zu verlinken.

Dem jeweiligen Foto wird dann zusätzlich ein „tag (dt. Etikett)“ hinzugefügt, sodass andere User das Foto später unter diesem Stichwort im Web auffinden können.

 

Geotagging bedeutet auf Deutsch "Verortung"Und so funktioniert Geotagging: In den Exif- oder Meta-Daten, über die jede Bilddatei verfügt, ist neben Uhrzeit, Datum, Belichtungszeit, Lichtempfindlichkeit, Brennweite, etc. auch noch Platz für die GPS-Koordinaten. Es gibt drei Möglichkeiten, wie die geographischen Koordinaten in das Foto kommen: von Hand (eher aufwendig), per GPS-Empfänger in der Kamera (Nachteil: Kameras sind hochpreisig) oder durch Synchronisation der Bilddateien mit den Daten eines Datenloggers mit GPS-Empfänger. Letzteres kann z.B. über Programme wie Geosetter geschehen.

Anschließend können die Fotos dann in Geo-Communities organisiert und bearbeitet werden. Einige dieser Communities sind flickr, Panoramio und locr.


flickrAls erstes Anschauungsbeispiel soll das zu Yahoo gehörende Geotagging-Portal „flickr “ herausgegriffen werden, da dieses das älteste, am weitesten verbreitete und aktuell weltweit beliebteste Portal ist. Hierzu muss der Nutzer seit 2010 keinen eigenen flickr-Account mehr erstellen, sondern kann sich bequem über Facebook oder das Google-Konto anmelden. Die Fotos können bei flickr via Web, das mobile Endgerät, per Email oder über verschiedene Fotoanwendungen hochgeladen werden. Hierbei ist der besondere Vorteil, dass beliebig viele Bilder auf einmal hochgeladen werden können, ohne große Wartezeit. Hochgeladene Fotos können nun „verortet“ werden, indem man sie auf einer Karte platziert (Daten: navteq 2010). Im gleichen Schritt können den Fotos Beschreibungen oder tags hinzugefügt werden. Ein besonders nützliches Tool auf flickr ist der „Organizr“, der es ermöglicht Fotos nach Belieben zu archivieren, editieren und in Serien oder Alben sortieren. Im Anschluss kann der User seine hochgeladenen Fotos mit Freunden aus der Community oder aus anderen Communities wie Facebook oder twitter teilen.

 

PanoramioEin anderes erfolgreiches Produkt nennt sich Panoramio. Da Panoramio ein Produkt von Google ist, können hier im Unterschied zu flickr die bei hochgeladenen Fotos direkt in Google Earth angezeigt werden, oder eben als Mashup in Panoramio. Hierbei macht es die Satellitenansicht einfacher, sich die Lokalität an der das Foto aufgenommen wurden im Nachhinein noch einmal vor Augen zu führen.

Folgende Grafik zeigt die flickr-Weltkarte mit verorteten Fotos im Vergleich zur Panoramio-Weltkarte.